Aktuelles Projekt 2026
Ein Schuldach für Umba
Photovoltaik für «Les Gazelles»

Umba liebt die Schule «Les Gazelles»
In der sechsten Primarschulklasse sitzt ein aufgewecktes Mädchen.
Sie heisst Umba Nsoni Paradis. Sie besucht die Schule «Les Gazelles» seit dem Kindergarten. Auf dem Schulweg sieht sie die Schülerinnen und Schüler anderer Schulen. Mit ihnen möchte sie nicht tauschen.
Denn sie liebt «Les Gazelles», ihre Schule. Hier lerne man so gut zu antworten und zu argumentieren wie nirgends sonst, sagt sie. Diese Fähigkeit wird sie brauchen können, denn sie möchte einmal Anwältin werden. Ein Gerichtsfall, bei dem sie die Verteidigerin des Angeklagten am Fernsehen gesehen hat, lässt sie nicht mehr los. Sie möchte Leute verteidigen, sich für Gerechtigkeit einsetzen. Doch vorläufig spielt sie zuhause mit ihren Cousinen auch gerne Lehrerin. Wenn sie nicht gerade Basketball spielt oder mit ihrer Hündin Bella herumtollt, die nachts das Haus ihrer Familie vor Eindringlingen schützt.

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Umba Nsoni Paradis im Unterricht 6. Primarschulklasse
Am Dach des Primarschulgebäudes sind Schäden vom Regen zu sehen.

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«Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung.
Diese ermöglichen wir Kindern im bevölkerungsreichen Quartier Yolo in Kinshasa, Kongo.»


Matthias Gafner, Präsident des Vereins «Freundinnen und Freunde des Schulzentrums Les Gazelles»

Photovoltaik für Nähmaschinen und Laptops
Während des Schuljahres 2026/27 feiert das Schulzentrum «Les Gazelles» sein 50-jähriges Bestehen. Doch nach 50 Jahren besteht grosser baulicher Nachholbedarf. Die Umfassungsmauer des Schulzentrums wurde bereits im Frühjahr 2026 saniert. Auch das einstöckige Primarschulgebäude mit vier Klassenzimmern muss dringend saniert werden. Es braucht ein neues Dach aus besserem Wellblech, denn durch das bestehende dringt bei Regen Wasser ein. Zudem soll eine zweite Photovoltaikanlage installiert werden. Die bestehende dient lediglich dazu, Licht in die Klassenzimmer zu bringen. Die zweite, stärkere Anlage soll nun ermöglichen, zwanzig Nähmaschinen für die Ausbildung zur Schneider:in und dreissig Laptops für den Informatikunterricht zu betreiben. Die Stromversorgung durch das öffentliche Elektrizitätswerk ist in den letzten Jahren zunehmend unzuverlässig geworden. Es gibt nicht jeden Tag Strom und wenn, dann nur für kurze Zeit. An einen geregelten Unterricht ist so nicht zu denken.
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Schülerinnen der Schneiderinnenausbildung am Arbeiten
Schulbesuch aus Schaffhausen bei den Zweitklässlern
Eine Schaffhauser Schule in Kinshasa
Heidi Kabangu-Stahel, eine Schaffhauser Lehrerin, begann 1976 in Kinshasa Kinder zu unterrichten. Heute, im Jubiläumsschuljahr «50 Jahre Les Gazelles», besuchen 650 Mädchen und Knaben das Schulzentrum. Nach drei Jahren Kindergarten, sechs Jahren Primarschule, und sechs Jahren Sekundarschule schliessen sie im Alter von 18 bis 19 Jahren die Schule ab. Die letzten vier Jahre dienen der Berufsausbildung zur Lehrer:in oder zur Schneider:in. So haben diese jungen Leute hervorragende Voraussetzungen, ihr Leben zu gestalten.

30 Jahre als Verein mit «Les Gazelles» verbunden
Aus der Gruppe von Unterstützer:innen der Arbeit der 2021 verstorbenen Lehrerin Heidi Kabangu-Stahel ist vor 30 Jahren der Verein der «Freundinnen und Freunde der Schule Les Gazelles in Kinshasa, Kongo» entstanden. Er unterstützt die Schule finanziell und besucht sie regelmässig. So kann das Lebenswerk der Gründerin weiterhin seine Kraft entfalten für die Jugend im Kongo.
les-gazelles.ch

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